Von der Cocktailparty in die Südstaatenspelunke

Luzerner Zeitung; 16.11.2018: Wie politisch wird der Auftritt von Sänger und Aktivist Reverend Sekou?, fragte man sich im Vorfeld. Manchen war es ­ zu viel. Der Konzertabend zeigte, kerniger, einfacher Blues passt besser zu diesem Anlass.

«The Blues lives in the juke joint.» Fragende Gesichter im Publikum. Also erklärt Reverend Osagyefo Sekou noch schnell, was eine Juke Joint ist, bevor er fragt: «So can we go to the juke joint?!» Gern, doch der Casino-Panoramasaal erinnert schwerlich an eine dieser Spelunken im ländlichen Südosten der USA, wo Afroamerikaner sich trafen, um den Blues zu hören, zu trinken, zu tanzen und ihren Lastern zu frönen. Es ist gegen Mitternacht an diesem Donnerstagabend am Lucerne Blues Festival, und Annie Mack, die ihren Auftritt schon hatte, geht voll mit ihren schwarzen Landsleuten mit. Denn Rev. Sekou und seine Freedom Fighters haben eine Botschaft, und die transportieren sie durch die Musik, die mit einer solchen Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit aus ihnen herausströmt, dass einem der Mund offensteht. Gospel, Soul, Reggae – Halleluja. Aber auch Ferguson, «shot in the head», eine Mutter weint um ihren 12-jährigen Sohn, getötet von einem weissen Polizisten.

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