Benny Turner

with Special Guest Billy Branch

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Benny Turner (*1939, Gilmer, TX) stand wie so viele andere „Sidemen“ lange im Schatten anderer Musiker. Ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit trat er erst so richtig, als er 2016 sein 60-jähriges Jubiläum als Berufsmusiker feierte und dazu seine Biografie "Survivor - The Benny Turner Story" erschien. Und Benny hat darin wahrlich einiges zu erzählen.

Über die Musikerfamilie, in der er in harten Zeiten in Ost-Texas mit dem grossen Bruder, dem unvergesslichen Blues-Gitarristen Freddie King, aufwuchs. Als die Familie nach Chicago umgesiedelt war, Benny war 11 Jahre alt, gehörten Faustkämpfe in der Schule zum Alltag, ebenso wie die darauf folgenden Besuche der Polizei.

Die Dinge besserten sich, als er die Schule abbrach und ins Musikbusiness einstieg. In den 1950-er Jahren spielte er bei der Gospel-Gruppe Kindly Shepherds Gitarre, tourte mit der R&B-Sängerin Dee Clark und stieg schliesslich bei seinem Bruder Freddie King als Bassist ein. Dort erfüllte sich der Traum jedes Musikers: Konzerte rund um den Globus, auf den Bühnen mit Stars wie Dionne Warwick, B.B. King, Solomon Burke oder Eric Clapton.

„Freddie träumte immer davon, ein Star zu sein. Ich war einfach nur glücklich, bei ihm mitzumachen, wie es kleine Brüder halt tun“, erzählte er später. Im Dezember 1976 wurde der Traum zum Albtraum, als Freddie King unerwartet mit 42 Jahren viel zu früh starb. Der Verlust seines geliebten Brunders und besten Freundes warf Benny völlig aus der Bahn – er wurde tief depressiv. Erst nach zwei Jahren in der Versenkung gelang es dem Blueser Mighty Joe Young aus Chicago, Benny in seine Band zu holen.

Dort spielte er acht Jahre, bis Mighty Joe aus gesundheitlichen Gründen aufhörte. Nach seinem Umzug nach New Orleans traf Benny dann Marva Wright, die "Blues Queen of New Orleans", für die er mehr als 20 Jahre Bandleader und Bassist war. Als Marva 2010 starb, verlor er erneut eine geliebte Freundin. Danach baute er sich seine Solokarriere auf, veröffentlichte mehrere CD’s unter eigenem Namen und wurde mehrfach ausgezeichnet. „Mein Stil ist ein musikalischer Gumbo mit vielen Einflüssen“, sagt Benny. „Ich kombiniere die Shuffles und die traditionellen Sounds des Blues mit meinem eigenen Stil.

Ich bin Bassist, aber ich spiele mit einem Pick und in einem Lead-Bass-Stil.“ Benny Turner spielt den Blues, weil er ihn immer gelebt und gefühlt hat. „Der Blues ist, was ich bin.“

Als Special Guest steht der brillante Harpspieler Billy Branch (*1951, Chicago, IL) auf der Bühne. Der Virtuose blickt auf eine über 40-jährige Karriere zurück und hat mit fast allen Grössen des Blues gespielt. Auch in Luzern hat er schon mehrmals begeistert.

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