Lindsay Beaver

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„Sie ist wie das Kind einer innigen Liebe zwischen Amy Winehouse und Little Richard.“ Das sagt kein Geringerer als Bruce Iglauer, der legendäre Boss von Alligator Records, über Lindsay Beaver (*1985, Halifax, Kanada). Wenn die Blues rockende, Soul singende Schlagzeugerin, Songwriterin und Bandleaderin auf der Bühne an ihren Stehdrums loslegt, hinterlässt sie tatsächlich einen gewaltigen Eindruck.

Beaver wuchs in einer Arbeiterfamilie auf und war im Elternhaus ständig von Soulmusik umgeben. Nachdem sie mit 14 Jahren Jimi Hendrix gehört hatte, lernte sie Gitarre. Ihr eigentliches musikalisches Schlüsselerlebnis hatte sie aber mit 17. "Ich hörte zum ersten Mal Billie Holiday. Ihre Stimme hatte mehr Seele und emotionale Tiefe als jede andere Sängerin, die ich je gehört hatte. Billie führte mich zum Jazz, und Jazz führte mich zum Blues", erzählt Lindsay, die nach dieser prägenden Erfahrung Gesangsunterricht nahm und sich zur klassischen Sopranistin ausbilden liess.

In Toronto studierte sie später auch noch Jazz-Schlagzeug. Im Lauf ihrer Karriere veröffentlichte sie fünf Alben ihrer Band, den „24th Street Wailers“, die sie selbst produziert hatte. Auf ihrem Debüt 2018 für Alligator Records, „Tough As Love“, dem ersten Album unter ihrem eigenen Namen, das in der Musikmetropole Austin aufgenommen wurde, präsentiert sie sich als musikalisches Energiebündel. Und wenn Lindsay Beaver vorne auf der Bühne inmitten ihrer Ausrüstung stehend, jeden Song aus tiefster Seele singt und Blues, R&B und Old School Rock'n'Roll mit Punkrock-Energie vereinigt, zieht sie auch live das Publikum unweigerlich in ihren Bann.

Mit Einflüssen von Little Richard bis The Ramones, von Billie Holiday bis Queens of the Stone Age hat Lindsay einen ganz eigenen zeitlosen Sound und Stil kreiert. Um nochmals Bruce Iglauer zu zitieren: „Ihre Songs atmen den Geist des 1950-er und 60-er Jahre R&B und Blues, aber ihr Gesang und ihr Spiel verleihen ihnen eine rohe, rockige Punk-Energie.

Ihre Musik ist voller ungeschminkter Emotionen und Kräfte. Ihr Songwriting und ihre Alben haben ihr auch eine beeindruckende Liste von Auszeichnungen und Preisen eingebracht, darunter eine Nominierung für den Juno Award 2015, den kanadischen Grammy, oder 15 Maple Blues Award Nominierungen.

Luzern darf also gespannt sein auf eine ganz neue Entdeckung, schliesslich verspricht Lindsay Beaver auch selber einiges: "Ich mag Musik mit Drive und Leidenschaft. Bei meinen Shows möchte ich, dass die Leute Spass haben. Und ich möchte definitiv, dass jeder Mensch nach Hause geht und sagt: ‚Ich werde das nie vergessen‘“.

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