Franck L. Goldwasser

with The Transcontinental Blues Ensemble

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«I’ll be damned» sagte Lowell Fulson beeindruckt, als er 1985 Franck L. Goldwassers (61) treibende Version seines Songs «Guitar shuffle» gehört hatte. Das war am Anfang der Karriere von Goldwasser, der wegen seines Geburtsortes Paris, wo er Kunst studiert hatte, in der Blues-Szene auch bekannt ist als «Paris Slim». Seit gut 40 Jahren spielt (und singt) Gitarrist Goldwasser nun den Blues – und die Liste, mit wem er schon auf der Bühne oder im Studio war, ist beinahe endlos. So trat er zum ersten Mal mit Sugar Blue vor einem Publikum auf und sein erstes Geld bekam er für einen Gig mit Sonny Rhodes in Reims. Anfang der 80er Jahre siedelt er um in die Bay Area in den Staaten und arbeitete dort unter anderem mit Big Mama Thornton, Percy Mayfield oder Charlie Musselwhite.

1989 erschien sein erstes Album «Blues for Esther», das auch gleich für einen W.C. Handy-Award (heute Blues Music Award) nominiert wurde. Und es ging weiter steil aufwärts. Mit Nick Gravenites spielte er in der Band Electric Flag, danach auch bei den legendären Mannish Boys. Arthur Adams, Mitch Kashmar, R. J. Mischo, Curtis Salgado, Finis Tasby, Joe Louis Walker, Jimmy Dawkins, Mark Hummel, Billy Boy Arnold, Philip Walker, Sugaray Rayford oder Kim Wilson sind nur einige weitere Musiker, mit denen er hervorragendes Material ablieferte. Mit R.J. Mischo und Richard Innes nahm er als Down Home Super Trio sein Konzert am Lucerne Blues Festival 2003 auf. Goldwasser legte mit seiner genialen Spielweise das Fundament, Mischo erzählte seine Geschichten und Innes, einer der unbestritten besten Drummer im Blues, trommelte einfühlsam und mit höchster Präzision. Als Gäste dabei waren auch Billy Flynn and Alex Schultz.

Sein bislang letztes Werk ist das Doppelalbum «Sweet Little Black Spider (and other Songs from the Trenches of the Blues)», das er mit dem Produzenten-As Christoffer «Kid» Andersen, der auch gleich Bass spielte, und June Core an den Drums aufnahm. Das Album, das für viel Aufsehen in der Szene sorgte, beinhaltet ausschließlich Originalkompositionen, darunter das politisch orientierte «Tyranny Is Rising», aber auch Geschichten in Form von mehreren autobiografischen, gesprochenen Texten.

Ans Lucerne Blues Festival 2021 kommt er mit der Formation Franck L. Goldwasser with The Transcontinental Blues Ensemble. Zum Line-up gehören neben Franck L. Goldwasser (USA/F, git/voc): Vincent Bucher (F, harp/voc), Ralph Carter (USA, Bass), Joost Tazelaar (NL, Drums), Raphael Wressnig (AUT, organ).

Als akustisches, bzw. semiakustisches Duo «Frankie & Vinnie» spielen Vincent Bucher und Ralph Carter an einem der drei Festivalabende ein kurzes Eröffnungsset von etwa 20 bis 30 Minuten.

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