Adama Janlo ist ein neuer Name in der europäischen Blues-Landschaft, den man künftig wohl noch oft hören wird. Die 29-jährige norwegische Sängerin und Songwriterin (*1997) hat sich in kürzester Zeit von einem skandinavischen Geheimtipp zu einer international gefragten Künstlerin entwickelt. Ihre Herkunft prägt ihren musikalischen Ausdruck nachhaltig: Zwar im Osloer Stadtteil Sagene aufgewachsen, vereint sie in ihrer Musik ihre familiären Wurzeln aus Gambia mit den Traditionen des klassischen Mississippi-Delta-Blues. Ihr musikalisches Fundament vertiefte sie durch eine längere Teilnahme an der renommierten «Little Steven's Blues School», wohin sie 2025 als Gesangsdozentin zurückkehrte.
Adama bettet das emotionale Fundament des Blues in moderne Arrangements aus Neo-Soul, zeitgenössischem R&B und Gospel. Diese Fusion sorgt für ein frisches, junges Klangbild, das traditionelle Blues-Puristen ebenso abholt wie ein neues Publikum. Getragen wird dieser Mix von ihrer aussergewöhnlichen Stimmgewalt, die rohe Intensität mit verletzlichen, leisen Nuancen verbindet. Der norwegische Musikjournalist Rolf E. Wulluf beschrieb sie in einer Rezension als «die kraftvollste und energetischste norwegische Soul-Stimme».
Der endgültige internationale Durchbruch gelang Janlo im April dieses Jahres im polnischen Katowice. Bei der 14. European Blues Challenge setzte sie sich gemeinsam mit ihrer Band gegen die hochkarätige Konkurrenz aus ganz Europa durch und belegte den ersten Platz. Die internationale Fachjury begründete ihre Entscheidung explizit mit Janlos «überragender Stimmgewalt und ihrer einnehmenden, starken Bühnenpräsenz», die das Publikum und die Punkterichter vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen hätten.
Der Triumph bei diesem wichtigsten europäischen Blues-Wettbewerb markiert den Höhepunkt ihrer steilen Karriere, die im Herbst 2025 mit ihrem gefeierten Debütalbum «A Free Woman» an Fahrt aufnahm. Adama Janlo selbst schrieb auf Facebook zu diesem Meilenstein: «Die European Blues Challenge zu gewinnen, war eine unglaubliche Ehre, aber woran ich mich am meisten erinnern werde, sind die Menschen, die ich getroffen habe, und die Musik, die wir geteilt haben.»
Als «Europameisterin des Blues» bereist sie nun die grossen Festivalbühnen des Kontinents. Ihr Auftritt in Luzern verspricht eine packende, ehrliche Live-Performance, die zeigt, wie lebendig, wandlungsfähig und modern die Bluesmusik ist.
